Heute hat die Konferenz offiziell begonnen. Auf der Keynote kam auch gleich der "Paukenschlag", Windows Server 2012R2 und System Center 2012R2 wurde als Download zur Verfügung gestellt.
Desweiteren wurde in der Keynote und der anschließenden Foundational Session "Transform the datacenter" die ich besucht habe ziemlich in die Verzahnung von Server 2012(R2) und System Center 2012(R2) eingegangen. Schon ziemlich beeindruckend was alles möglich ist, vorallem auch mit Linux.... Werde ich mir auf jeden Fall auch mal anschauen in einer Testumgebung. Eine Bare-Metal Installation als FS-Cluster mit den entsprechenden Shares ohne einen manuellen Handgriff ist schon nett ;>.
Der Rest des Tages stand dann eindeutig im Zeichen Exchange 2013. Die Vorträge von Scott Schnoll zu den Themen "Microsoft
Exchange Server 2013 Managed Availibility" und "Microsoft
Exchange Server High Availibility and Site Resilience" waren mal wieder hervorragend. Wer immer auch immer die Möglichkeit hat einen Vortrag von ihm zu hören sollte das tun. Vorallem leitet er seine Sessions immer mit einem "Wußten sie schon" Video ein welche von ihm erstellt wurden. Seine Stimme ist ein bischen gewöhnungsbefürftig, dafür hat er den "direkten" Draht zu der Exchange Gruppe und kann immer aus erster Hand berichten.
Managed Availibility ist im großen und ganzen ein eigenes Monitoring System welches direkt in Exchange eingebaut ist. Es gibt alle Arten von "Probes" um Funktionen und Funktionstüchtigkeit zu überprüfen und ggfs. Aktionen einzuleiten. Das kann von "Application Pool" recyclen bis hin zu Serverreboots reichen. Die Notifications zu den Aktionen werden dann im Eventlog abgelegt. Somit kann jedes Monitoring Werkzeug welches Eventlogs parsen kann entsprechend die Meldungen anzeigen. Der Microsoft Weg ist auch hier natürlich System Center mit seinen Management Packs.
Nach diesem äußerst interessanten Vortrag gab es einen Vortrag von Nathan Winters zu dem Thema "Microsoft
Exchange Server 2013 Client Access Server Role".
Eigentlich relativ einfache Sache, die CAS Rolle ist nix anderes als ein Stateless Lightweight Proxy. Es werden keinerlei Daten gerendert, einzige Aufgabe ist Authentication, Locate Mailbox und Redirect/Proxy zu der Mailbox. Kleine Randnotiz, auch hier wieder die Aussage, installieren sie Multi-Role-Server...
Mit CU2 für Exchange gibt es dann noch ein paar Feature bzgl. SSO wenn die Mailbox auf Exchange 2007 liegt und der Request HTTP-Based ist.
Was für die Loadbalancerfraktion noch sehr interessant ist, es gibt jetzt für jedes Virtual Directory auf dem Cas eine Healthcheck.htm, heißt wenn der Http-Response 200 ist, dann funktioniert dieser Webservice (als für EWS, OAB, EAS, etc..).
Nach diesem Vortragv durfte Scott Schnoll noch einmal das Podium betreten und hielt den Vortrag zu "Microsoft Exchange Server High Availibility and Site Resilience".
Mitzunehmen war, endlich mehrere Mailboxdatenbanken pro Laufwerk supportet und es gibt ein nettes neues Feature welches sich Autoreseed nennt. ISt gesondert zu konfigurieren und sollte man unbedingt vor der Inbetriebname machen, da es ein paar Besonderheiten zu beachten gilt, z.B. müssen die Laufwerk auf den die Datenbanken liegen unter einen bestimmt Ordner gemounted werden etc. Auch das sollte man unbedingt ausprobieren. Das schöne daran, man kann direkt Spareplatten definieren die dann automatisch als Ersatz eingebunden werden (also in jbod Szenarien).
Der Link zu der Doku findet sich unter http://aka.ms/Autoreseed
Site Resilience ist ein Konstrukt wenn man seine Exchange Umgebung über 2 Datacenter streckt und im DR Fall das Sekundäre Datacenter zum primären machen muss. War vorher immer ein wenig aufwändig, aber dadurch das mit Exchange 2013 die komplette Kommunikation über HTTP abläuft wird das ganze jetzt vereinfacht da der "HTTP-Client" sich mehrere IPs für eine URL merkt.
Als ob das nun nicht schon genug Infos waren, ab 18 Uhr konnte man noch die "Welcome Reception" und die Tech-Expo besuchen. Also mit ein zwei Bier in der Hand die Stände von NetApp, F5, Splunk, Safaribooksonline und RedHat abgeklappert und ein wenig mit den Leuten geplaudert und die ein oder andere Demo angeschaut (Snapmanager vor Exchange, Splunk App for SQL Server). Da die Expo die ganze Zeit über läuft werde ich bestimmt den ein oder anderen Stand die Woche noch besuchen. Was halt sehr schön ist, die Leute dort sind keine Vertriebler sondern Techniker, hat also nicht den Charm von der Cebit ;>.
Zum Schluss noch 1-2 Bilder für einen speziellen Kollegen um die Atmosphäre zu zeigen.



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